Buddha-Weg
"Auf dem Weg des Buddhas wirst du nicht dazu angehalten, an irgendetwas zu glauben und es gibt auch keine festgelegten Rituale. Es geht darum, den Kern des Seins zu verstehen; dann kannst du Rituale benutzen, die Form spielt aber keine große Rolle."
Buddhismus ist ein Geistestraining, eine Methode, um das Bewusstsein zu transformieren.
Man kann sagen, Buddhismus ist eine Reform des Hinduismus. Ca. 500 v. Chr. wurde der Prinz Siddhartha Gautama zum Buddha. Die sanskrit Silbe "Budh" heißt "erwacht sein". Buddha ist der Erwachte, der erwacht ist von dem Traum, der er dachte zu sein. Er wurde auch Shakyamuni genannt, was heißt, "der Weise aus dem Familiengeschlecht Shakya".
Shakyamuni Buddha
Shakyamuni Buddha ist ein Buddha unter vielen. Das besondere an seiner Lehre ist, dass jeder das Potenzial hat, ein Buddha zu sein, zu erwachen.
Buddha formulierte seine Belehrung einfach und benutzte seiner Zeit entsprechend Erklärungen aus dem Hinduismus. Er nahm aber Übertreibungen aus den Übungen weg und begründete den mittleren Weg. Buddha sah, dass Menschen leiden, er wusste jedoch auch, dass es weder hilft, dem Leiden davon zu laufen, noch sich hinein zu stürzen.
Im Buddha-Weg schauen wir uns an, was zum Leiden führt, stürzen uns aber eben nicht hinein. Der Buddha-Weg ist ein Weg der Freude und des Glücks.
Dharma
Mit Dharma bezeichnen wir zum einen die Lehre des Buddha, zum anderen auch unsere Erfahrungen der Realität, die wir Menschen machen. Die Meditationen, die wir üben, sind ein Geistestraining.
Um zu verstehen, was Buddha uns sagen wollte, ist es nützlich, sich die Gesamtheit seiner Lehre anzuschauen. Buddha beleuchtete das, was wir sind, von verschiedenen Seiten. Er sprach von Ich-Losigkeit, aber auch vom wahren Selbst, welches ewig ist. Er sprach nie über Gott, aber wohl nicht, weil er nicht an Gott glaubte, sondern weil das, was Gott wirklich ist, so unaussprechlich ist, dass man es nicht in Worte fassen kann. Buddha zeigte auf den Mond, halte den Finger nicht für die Essenz.
Wozu Buddha-Weg?
Allen Richtungen im Buddhismus haben eines gemeinsam: "Lass das sein, was negativ ist und konzentriere dich auf das Positive, auf das Gute. Halte deinen Geist und dein Herz rein!"
Sicher ist es das Ziel, Erleuchtung zu erlangen. Doch geht es in dem spirituellen Weg auch darum,
- ein besserer Mensch zu werden,
- zu lernen, mit Problemen umzugehen, ohne sich zu verstricken,
- bei Sorgen und Lebenskrisen Halt zu bekommen,
- negative Emotionen zu integrieren
- und, das Wichtigste, die innere Freude zu finden.
Und die Erleuchtung?
Bist du dir Buddha Amitabha gewahr, rezitierst du sein Mantra, kannst du deinen Geist beruhigen und durch das Tor der Stille in die Weisheit eintreten. So wirst du wiedergeboren im Reinen Land des Buddhas, d.h. in deinem eigenen reinen Geist, und eventuell selbst ein Buddha werden. Mehr zum Thema "bin ich erleuchtet" unter FAQ.
Mit "den Geist beruhigen und reinigen" ist gemeint, dass wir die drei Geistesgifte Gier, Hass und Unwissenheit schrittweise transformieren. Diese Geistesgifte sorgen für die Probleme und das Leid, das wir erfahren. In dem wir sie transformieren, überwinden wir auch das größte Leid in unserem Leben, den Tod.
Wir gehen noch über die einfache Rezitation des Mantras hinaus. In der Geheimlehre des Mikkyo (Geheime Mantra) arbeiten wir mit unseren inneren Energiezentren und erkennen so den Diamanten (Vajra) in uns. Das ist die Arbeit mit den neun Siegeln des Kuji-In. Buddhas Reines Land ist hier und jetzt, in unserem Geist. Kein Land, in das wir erst in Zukunft gelangen.
Das Ziel des Buddha-Weges ist, die Erleuchtung zu erlangen. Die Vorbedingung für die Erleuchtung ist das Bodhichitta, der Erleuchtungsgeist. Das Streben, Erleuchtung zum Wohle aller Lebewesen zu erlangen.
Weil wir teilweise unterschiedliche Anlagen und Kapazitäten haben, gibt es verschiedene Ebenen der Belehrungen Buddhas und verschiedene Techniken. All diese Methoden sind passende Mittel für verschiedene Individuen mit verschiedenen Problemen zu unterschiedlichen Zeiten - alle sind perfekt und in sich komplett. Innerhalb jeder Methode, hängt der Erfolg von der Tiefe der Übung und dem Verständnis der Übenden ab; d.h., von seinem eigenen Geist. Gemäß dem umfassenden Ansatz des Ekayana, sind im Vajra Buddha-Weg verschiedene Methoden und Techniken integriert (s. Training).
Alle Dharmas sind nur ein Dharma und alle Pfade sind nur Teil des Buddha-Pfads. Es ist wichtig, sich die gesamten Aussagen Buddha Shakyamunis anzuschauen, um zu verstehen, was Buddha uns sagen wollte. Schaue dir die gesamten 5 Lehrperioden Buddhas an.