Geschichte des Buddhismus

Die 5 Lehr-Perioden Buddhas. Vom Fahrzeug der Hörer (Shravakayana), über das Große Fahrzeug (Mahayana) bis zum Diamant-Fahrzeug (Vajrayana).

Fudo Myo1. Direkt nach seiner Erleuchtung legte Buddha im Blumengirlanden Sutra die Welt dar, wie sie ist. Jedes Lebewesen und jedes Ding in der Welt sind miteinander verbunden und durchdringen sich gegenseitig; jedes Teil selbst ist in allen anderen enthalten. Die Verkörperung dieses universellen Gesetztes ist der Buddha Mahavairochana. Diese Aussage des "Alles in Einem, Eines in Allem", war für viele seiner Zuhörer so unbegreiflich, dass er die Lehre vereinfachte und in verschiedenen Stufen darlegte.

2. So begann der Buddha erst die Vier Edlen Wahrheiten, Karma und Ich-Losigkeit zu unterrichten. Diese Lehren werden als Kleines Fahrzeug oder Fahrzeug der Hörer bezeichnet.

3. Dann lehrte er das Große Fahrzeug, mit den grundlegenden Übungen der Bodhisattvas und dem Amitabha Sutra.

4. Die höchsten Schriften des Großen Fahrzeugs sind die Sutras der Vollkommenen Weisheit, in der der Buddha die Leerheit eines Selbst und auch aller Phänomene erklärte.

5. Das Lotus-Sutra ist die eigentliche Lehre des Buddhas und präsentiert die Lehre über die Buddha-Natur. Er erklärt die strahlende Natur der Leerheit und das wir im Herzen alle Buddha sind, schon immer Buddha waren und auch immer sein werden.

Ekayana

Der Buddha lehrte immer nur ein Dharma (Ekayana) aber die Menschen hörten es auf verschiedene Weise; Buddha benutzte verschiedene Methoden und Fahrzeuge, die alle zur Erleuchtung führen können.

Aufgrund dieser verschiedenen Methoden, entstanden im Laufe der Jahrhunderte viele verschiedene buddhistische Schulen, die sich teilweise sehr stark von ihren theoretischen Lehrmeinungen unterscheiden. Das liegt an den unterschiedlichen Ansätzen in den Methoden, das Ergebnis in der Praxis ist aber immer die Buddhaschaft.

Chih-I, Begründer des Tendai (chin. Tientai)

"Tendai" ist der Berg südlich von Shanghai, auf dem von Chih-I vor ca. 1500 Jahren auf Basis des Lotus-Sutras und der Mahayana-Lehren von Nagarjuna die Tendai-Schule (chin. Tientai, Himmelspagode) gegründet wurde.

Die Lehren des Chih-I kamen nach Japan und durch den universellen Ansatz des Ekayana wurden die Theorien und Übungen ergänzt und auch wieder gekürzt. Vajrayana wurde mit dem Tendai verwoben, es bestand ein reger Austausch mit dem Zen und schließlich entstand der Reine Land Buddhismus Jodo aus dem Tendai. "Jodo" ist das Reine Land von Amida Buddha (Amitabha).

Die Lehren wurden für Mönche aufbereitet, die teilweise langwierige Textrezitationen durchführen mussten und für Laien angepasst, die in Familien lebten und nicht so viel Zeit hatten. Das Jodo Tendai kam nach Amerika, wurde reformiert und die Lehren gingen dann auch weiter nach Europa.

Immer ist die Essenz die gleiche, das ist das Herrliche an der Lehre Buddhas. Die Buddha-Natur ist in allen Lebewesen und Erleuchtung kann für jeden verwirklicht werden. Die Methoden können je nach Charakter der Menschen variieren. Nicht eine bestimmte Schule oder ein bestimmter Lehrer führen zur Buddhaschaft, sondern das Verständnis des einen Dharma. Die verschiedenen Wege sind Teil eines einzigen Fahrzeuges.

Ursprünge des Tantra

Das eigentliche Wort "Tantra" heißt "Energie weben" und hat kaum etwas mit dem heute im Westen benutzten Verständnis der erotischen Massage zu tun. Genau so wenig, wie mit der Idee, die in Indien verbreitet ist, dass alle Tanriker Hexen und Schwarzmagier sind. Die göttliche Eigenschaft des Tantras ist, dass Gefühle und Wünsche nicht unterdrückt, sondern für den Weg genutzt werden, um zu erkennen, dass wir in uns immer eine große Glückseligkeit hatten und haben. Das gibt uns eine Freiheit und kraftvolle, vajra-gleiche Energie, die für die orthodoxen Religionen unkontrollierbar erscheinen. Die Lehren des Mikkyo lassen sich zurück führen auf eine 4000 Jahre lange Geschichte in Asien, mit ihrem Ursprung in Indien. Diese Weisheit des Dharmas bildet ein großers Feld, in dem man sein wahres Selbst von verschiedenen Seiten her anschauen und begreifen kann.

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